Waldbrandübung im Segeberger Forst erfolgreich - 27.08.2011

Segeberger Forst (am) - Über 160 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreisgebiet haben gestern an einer groß angelegten Waldbrandübung teilgenommen. „Wir wollen heute das neue Waldbrandkonzept für den Segeberger Forst testen“ erklärt Pressesprecher Dennis Oldenburg.  Hauptaugenmerk lag dabei im Bereich Kommunikation und Funk. „Hier im Wald ist es nicht einfach mit dem Funk“ so Oldenburg. „Wir haben hier teileweise bis zu 25 Meter Höhenunterschied im Segeberger Forst“ erklärt er.

 

Nach dem neuen Waldbrandkonzept, welches unter der Federführung von Kreiswehrführer Hans-Jürgen Berner erarbeitet wurde, wurden zahlreiche Feuerwehren in die Übung mit eingebunden. „Die Feuerwehr rücken nach dem Konzept in fest definierte Löschzüge aus“ so Berner. „Jede Feuerwehr weis genau was sie im Falles eines Waldbrandes zutun hat“ erläutert Kreiswehrführer Berner.

 

Eine der vielen Aufgaben ist zum Beispiel der Wassertransport. Im Brandfall sammeln sich Tanklöschfahrzeuge an zwei Standorten in Hartenholm und Wittenborn und stellen die Wassertransportzüge zusammen. Die dienen dazu, reichlich Wasser direkt an die Brandstellen zu liefern. Gleichzeitig würden dann weitere Feuerwehren Fahrzeuge, Pumpen und Schläuche zum Wassertransport bereitstellen.

 

Neben der Feuerwehr ist auch das Technische Hilfswerk dabei. Mark Zielinski, Abschnittsleiter Logistik, erklärt „ Das THW ist dabei um zum Beispiel festgefahrene Fahrzeuge zu Bergen oder zu Zugang zu offenen Wasserstellen zu erleichtern“. Zielinski ist auch für die Versorgung der Einsatzkräfte zuständig. Nicht zur reichlich Getränke für 160 Einsatzkräfte, sondern auch genügend Essen muss er für den Einsatz organisieren.

 

„Im Jahr 2008 hatte wir den letzten großen Einsatz hier im Segeberger Forst“ so Kreiswehrführer Hans-Jürgen Berner. Damals brannten mehrere tausend Quadratmeter Fläche im Wald. Auch dieses  Jahr mussten die Feuerwehren zu einem Waldbrand ausrücken. In der nähe von Wahlstedt brannten gut ein Hektar einer Waldfläche nieder. Die Feuerwehren konnten damals größeres verhindern.

 

Um Waldbrände frühzeitig zu erkennen, fliegen in den Trockenen Tagen die Flugbeobachter über das Kreisgebiet. Speziell ausgebildete Feuerwehrleute starten dann am Flugplatz in Hartenholm. „Der Flugdienst wird zusammen mit dem Kreisfeuerwehrverband Stormarn gestellt“ so Kreiswehrführer Berner.

 

Kurz nach 17 Uhr war die Übung beendet „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“ so Feuerwehrsprecher Dennis Oldenburg. „Die Kommunikation und der Funk haben gut Funktioniert“ so Oldenburg am Ende der Übung. 

 

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Blitz schlägt in Schweinestall ein - 27.08.2011

Goldenbek (am) - In der Nacht zum Samstag schlug gegen 2.45 Uhr ein Blitz in das Dach eines Schweinestalles in Goldenbek (Kreis Segeberg) ein. In dem Stall befanden sich mehrere hundert Schweine. Durch den Einschlag kam es zu einem Feuer in der Zwischendecke des Stalles. Hier wurden Stromleitungen beschädigt, wodurch die Belüftung des Gebäudes ausfiel. Eine automatische Alarmanlage löste hierdurch aus. Daraufhin kontrollierte der Landwirt den Stall und stelle Flammenbildung in der Zwischendecke fest. Geistesgegenwärtig drückte er mehrere Feuerlöscher ab und konnte somit die Flammen löschen. Gleichzeitig wurde durch die Rettungsleitstelle Holstein der 4. Bereich der Amtswehr Trave-Land mit 7 Wehren und ungefähr 100 Einsatzkräften alarmiert. Für die anrückenden Feuerwehren blieb es jedoch nur dabei, die Dachkonstruktion mit einer Wärmebildkamera auf Glutnester zu untersuchen und mit einem Hochleistungslüfter das Gebäude rauchfrei zu machen. Unter Atemschutz begingen mehrere Trupps das Gebäude, konnten jedoch keine weiteren Schäden feststellen. Nach zwei Stunden war der Einsatz für die Feuerwehren beendet. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden.

 

 

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Gasgeruch - Mühlencenter gesperrt - 25.08.2011

Glinde (ct) - 

Die Besatzung eines Streifenwagens bemerkte am späten Donnerstagabend einen komischen Geruch und meldete es der Einsatzzentrale. „Weil es in letzter Zeit vermehrt zu Sachbeschädigungen gekommen war, wollten wir das Mühlencenter kontrollieren“, so ein Polizeisprecher vor Ort. Die Leitstelle Süd alarmierte daraufhin die Freiwillige Feuerwehr Glinde mit dem Einsatzstichwort „Gasgeruch“. „An der Einsatzstelle angekommen konnten wir den Geruch am Eingang schon intensiv wahrnehmen. Wir ließen den Löschzug Gefahrgut sowie Eon Hanse für Messungen im Gebäude anrücken“, so der Einsatzleiter Boris Krause. Durch die hohe Konzentration des Gases konnte die Garage des erst im November 2010 eröffneten Mühlencenter nur mit Atemschutzgeräten betreten werden. Eon Hanse kontrollierte die Gasanschlüsse und konnte Entwarnung geben, um austretendes Gas würde es sich hier nicht Handeln. Der in der Zwischenzeit eingetroffene Löschzug-Gefahrgut des Kreises Stormarn bereitete für die Messungen alles vor. „In der Garage wurden einige Pfeiler freigelegt und instandgesetzt weil diese Wasser aufgesaugt haben. In laufe dieser Arbeiten wurde eine Chemikalie eingesetzt, die nun ausgast.“ So erzählte der Einsatzleiter weiter. Die Messeergebnisse eines Trupps unter Atemschutz wurden währenddessen nach Hamburg zur Umwelt und Technikwache der Berufsfeuerwehr gebracht. Dort konnte man anhand spezieller Messgeräte die Zusammensetzung des Stoffes herausfinden. Über die Hauseigene Entlüftungsanlage versuchte die Feuerwehr die Garage zu entlüften. Als diese jedoch nicht Funktionieren wollte und das Belüften mit mehreren Druckbelüftern nicht den gewünschten Erfolg erbrachte, musste das Mühlencenter abgesperrt und für den weiteren Betrieb komplett geschlossen werden. Wenn die Lüftungsanlage wieder Funktionsfähig ist, soll nun ein Gutachter vorbei kommen und das Einkaufscenter wieder in Betrieb nehmen.

 

Erst am 24.07.2011 war die Freiwillige Feuerwehr Glinde mit dem Löschzug Gefahrgut über mehrere Stunden nur ein Gebäude weiter beschäftigt. Auch hier wurden die Einsatzkräfte mit dem Einsatzstichwort „Gasgeruch“ alarmiert, konnten jedoch nach einiger Zeit nichts mehr Feststellen.

 

Fotos: Christian Timmann

 

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