Großfeuer zerstört Turnhalle in Groß Grönau - 30.03.2011

Groß Grönau (shp) - Sporthalle der Waldschule in Groß Grönau durch Großfeuer komplett zerstört:
Akuter Wassermangel erschwerte die Löscharbeiten

Ein Großbrand hat am Dienstagnachmittag in Groß Grönau mehrere Freiwillige Feuerwehren sowie die Lübecker Berufsfeuerwehr und die Flughafenfeuerwehr Blankensee im Atem gehalten. Das Feuer war vermutlich gegen 16:28 Uhr bei Dacharbeiten am Anbau der Sporthalle ausgebrochen. Die 15 Erwachsenen von der Landesberufsschule für Hörgerätakustiker die zu diesem Zeitpunkt gerade die Halle nutzten, konnten zum Glück rechtzeitig von den Arbeiten noch in Sicherheit gebracht werden.
Groß Grönau - "Das Feuer hat sich rasend schnell über die Zwischendecke des Anbaus bis hin zur Sporthalle ausgebreitet ", erinnert sich Grönaus Wehrführer und Einsatzleiter Axel Striepling. Als die ersten Einsatzkräfte am Einsatzort im Tannenredder eintrafen, schlugen bereits erste Flammen aus dem Dach der im Anbau befindlichen Geräteräume und Umkleidekabinen hervor. Striepling ließ sofort eine Drehleiter der Berufsfeuerwehr Lübeck sowie weitere umliegende Feuerwehren nachalarmieren. Um das Feuer in den Griff zu bekommen, versuchten die Feuerwehrleute mit mehreren Strahlrohren den Brand zu bekämpfen. Doch die Löscharbeiten waren nicht einfach: Sie wurden vor allem durch akuten Wassermangel erschwert. „Weil das Hydrantennetz fast vollständig zusammengebrochen war und wir nicht mit den Fahrzeugen an die Rückseite der Halle kamen, ließ ich noch mehr Wehren nachalarmieren. Darunter auch die Ratzeburger Wehr mit einer zweiten Drehleiter und ihrem Wasserwerfer“, berichtet Stripling. Unterstützt wurden die Wehrmänner dabei auch noch von der Flughafenfeuerwehr Lübeck Blankensee, die mit einem Flugfeldlöschfahrzeug ebenfalls im ständigen Pendelverkehr vom Gelände der Lübecker Bundespolizei Wasser zuführten. „Die Einrichtung des Pendelverkehr mit sämtlichen Löschfahrzeugen war unsere einzige Chance um Wasser zur Einsatzstelle zu bekommen“, so Einsatzleiter Striepling. „Die riesige schwarze Rauchwolke ließ die nachalarmierten Einsatzkräfte schon von weitern erahnen, war sich hier für ein Drama abspielt“, sagte der stellvertretende Kreiswehrführer Torsten Möller. Wegen der starken Qualmentwicklung konnten die Löscharbeiten zum größten Teil nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. „Nach ersten Erkenntnissen lösten die Bauarbeiter am Anbau der Einfeldhalle das Feuer mit ihren Brennern beim Dachpappe kleben aus“, erklärte ein Polizeisprecher. „Zum Glück handelten die Arbeiter so schnell und holten die anwesenden 15 Personen sofort aus der Sporthalle raus“, so der Beamte weiter. Auch Verwaltungschef Werner Rütz und Grönaus stellvertretender Bürgermeister Eckard Graf machten sich ein Bild vor Ort. „Im Einsatz waren rund 130 Feuerwehrleute aus den Freiwilligen Feuerwehren Groß Grönau, Groß Sarau, Pogeez, Buchholz, Einhaus, Harmsdorf, Groß Disnack, Ratzeburg, die Technische Einsatzleitung und die Rufbereitschaft des Kreisfeuerwehrverbandes sowie die Berufsfeuerwehr und die Flughafenfeuerwehr Lübeck“, sagte Amtswehrführer Axel Maluche. Nachdem ein Teil des Sporthallendaches eingebrochen war, wurde zusätzlich noch das Ratzeburger und Lübecker Technische Hilfswerk (THW) mit schweren Gerät und Beleuchtungsmaterial angefordert. „Um an das Feuer in inneren des Gebäudes zu gelangen, mussten wir den Anbau der Sporthalle mit einem Radlader des THW einreißen“, so Einsatzleiter Stripling. Anwohner verfolgten den Einsatz und waren sichtlich geschockt. „Weil mit der Halle natürlich auch alle Gerätschaften verbrannt sind, wird der Schulsport zunächst in die Grönauhalle verlegt“, sagte der stellv. Bürgermeister Eckard Graf. „Der normale Schulunterricht geht natürlich weiter“. Eckard Graf und der stellvertretende Kreiswehrführer Torsten Möller bedanken sich an dieser Stelle bei allen Helfern die wirklich alles versucht haben um die Sporthalle noch zu retten. Die 130 Feuerwehrleute sowie die 30 THW Helfer wurden vor Ort durch den Betreuungszug des DRK Schwarzenbek mit Essen und warmen Getränken versorgt. Noch während der Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 1,3 Millionen Euro. Sieben Stunden später gegen 23:30 konnte endgültig „Feuer aus“ gemeldet werden. Von der Turnhalle waren in der Nacht nur noch rauchende Trümmer übrig geblieben. Die Grönauer Wehr blieb noch mit einer Brandwache bis 1.30 Uhr vor Ort.

 

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Handgranate löst Polizeieinsatz aus - 28.03.11

Willinghusen (or) - Eine scharfe Handgranate löste am Montagmorgen in Willinghusen einen Großeinsatz an Polizei- und Rettungskräften aus. Mitarbeiter einer Firma für Automobilersatzteile bemerkten gegen 8.00 Uhr einen Einbruch und sichteten in diesem Zusammenhang im Firmenwagen eines Kollegen einen Handgranaten ähnlichen Gegenstand und informierten umgehend die Polizei. Der erst eintreffende Streifenwagen konnte bestätigen, dass es sich bei dem Pfund nicht um eine Attrappe handeln würde. Zahlreiche Kräfte der umliegenden Feuerwehren sperrten den Bereich großräumig ab und evakuierten angrenzende Firmen und Wohnhäuser. Auf Sprengstoff abgerichtete Polizeidiensthunde wurden an die Einsatzstelle alarmiert und suchten den PKW und das Firmengelände auf weitere Sprengsätze ab, konnten aber nichts weiteres feststellen. Eine Spezialgruppe des Kampfmittelräumdienstes aus Groß-Nordsee bei Rendsburg beschlagnahmte den Sprengkörper, der mit Sprengmittel bestückt, aber durch einen fehlenden Zünder nur bedingt einsatzbereit gewesen währe. Über die Herkunft der Granate und über den eigentlichen Besitzer liegen bisher keine Informationen vor, berichtete ein Polizeisprecher. Um klären zu können was Hintergrund des Besitzes war, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Um 13.30 Uhr wurden alle Sperrungen wieder aufgehoben. Insgesamt waren ca. 35 Mitarbeiter von Rettungsdienst und Feuerwehr, 14 Polizeibeamte sowie drei Sprengstoffspürhunde im Einsatz.

 

Foto: Oliver Renter 

 

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Feuerwehr rettet Jungbullen aus Jauchegrube - 27.03.11

Berkenthin (shp) - Am Sonntagnachmittag gegen 16.00 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Berkenthin zusammen mit der Polizei zu einem wirklich außergewöhnlichen Einsatz in die Kirchenstraße alarmiert. Die Feuerwehrleute mussten nämlich in diesem Fall kein Feuer löschen sondern einen 1 Jahre alten Jungbullen aus einer Jauchgrube befreien. „Als wir vor Ort eintrafen, guckte nur noch der Kopf des Jungbullen aus der stinkenden Grube“, berichtet Feuerwehreinsatzleiter André Papalia. Um das sichtlich geschwächte und völlig verängstliche Tier zu befreien, wurde eine Arbeitsleine um den Kopf des Tieres gebunden. „Mit vereinten Kräften schafften wir es dann schließlich kurze Zeit später das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien“, sagte Wehrführer Papalia weiter. Die Zehn Minuten dauernde Rettung kostete dem Jungbullen und den Feuerwehrleuten viel Kraft, doch der Einsatz hat sich gelohnt: Nach einer ersten Sichtung ging es dem Tier gut und es suchte sofort den Weg im Stall zu seinen Gleichgesinnten. Dort hat der kleine Bulle nun wohl jede Menge zu erzählen. 


Foto: Christian Nimtz

 

 

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