20-jähriger rast junges Mädchen um - 31.10.2010

Bargteheide (shp) - Ein 20-jähriger Autofahrer aus Barsbüttel hat in der Nacht zu Sonntag eine 16-jährige aus Elmenhorst bei einem Verkehrsunfall  getötet. Der 20-jährige war mitten in der Nacht auf der B75 in Bargteheide unterwegs. Gleichzeitig war eine 16-jährige mit Ihren Freunden ebenfalls in Bargteheide unterwegs. An einer Bushaltestelle direkt an einem Autohaus wartete die Gruppe auf den Linienbus. Plötzlich ertönte lautes Motorengeheule. Ein 20-jähriger rast laut Augenzeugen mit weit über 100 km/h durch Bargteheide. Die 16-jährige steht zu dem Zeitpunkt direkt an der Straße.
Der BMW Fahrer verliert genau auf der Höhe der Bushaltestelle die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er erfasst die 16-jährige mit dem 3er BMW. Das Mädchen hat keine Chance und wird mehrere Meter weit auf das Gelände des Autohauses geschleudert. Das Fahrzeug prallte nach dem Zusammenstoß mit dem Mädchen gegen mehrere Parkende Fahrzeuge die zur Ausstellung auf dem Hof des Autohauses standen. Mehrere Fahrzeuge werden beschädigt. Ein Werbeschild und ein Fahnenmast wurden teilweise umgerissen. Das Fahrzeug kam quer zur Fahrbahn auf der Straße zum stehen. Der 20-jährige wurde bei dem Unfall in dem Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr Bargteheide musste das Dach des Fahrzeuges abtrennen um den Schwerverletzen Fahrer aus dem Wrack zu retten. Mehrere Augenzeugen mussten durch das Kriseninterventionsteam des ASB betreut werden.
Zur Unfallaufnahme zog die Polizei einen Sachverständigen der DEKRA hinzu. Die B75 war für mehrere Stunden voll gesperrt. Laut Aussage der Polizei soll der 20-jährige noch während der Rettung den Konsum von Alkohol zugegeben haben.

 

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Mord in Groß Disnack: Freund sticht Bekannten nieder - 30.10.2010

Groß Disnack (shp) - Ein 38-jähriger Ratzeburger hat am frühen Sonnabendmorgen gegen 7:45 Uhr in Groß Disnack in der Dörpstraat seinen 47-jährigen Bekannten mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt. Das Opfer Uwe. W. starb kurze Zeit später an seinen schweren Verletzungen auf dem Weg in die Lübecker Universitätsklinik. Ersten Informationen zufolge hat der Täter wie ein besessener auf das 47-jährige Opfer Uwe W. eingestochen. Der Täter rief anschließend persönlich bei der Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe an und stellte sich. „Dort gab der Mann an das er jemanden mit dem Messer verletzt hatte und jetzt zu einem Schnellrestaurant am Rackerschlag (MC Donalds) ins sieben Kilometer entfernte Ratzburg fahre“, berichtet Pressesprecher Jan-Hendrik Wulff von der Lübecker Polizei. Dort konnte eine Streifenwagenbesatzung den in einem Ford Mondeo sitzenden Täter widerstandslos festnehmen. Er wurde anschließend zur Polizeiwache nach Ratzeburg gebracht. Der Täter ist der Polizei unter anderem wegen Vergewaltigung, Raub und Drogendelikten ausreichend bekannt. „Die 48-jährige Lebensgefährtin wollte gerade mit dem Hund Gassi gehen als sich der 38-jährige Ratzeburger Bekannte nach dem 47-jährigen Mann erkundete“, so Jan-Hendrik Wulff. „Kurze Zeit später hörte die Frau sowie Nachbarn das laute Geschrei des 47-jährigen vor dem Einfamilienhaus am Ortseingang der kleinen 100 Seelengemeinde“, so Wulff weiter. Als die Frau am Haus ankam, lag Uwe W. bereits blutüberströmt, bewusstlos und mit mehreren Stichwunden im Oberkörperbereich schwer verletzt vor der Haustür. Nachbarn leisteten sofort Erste Hilfe. Der Ratzeburger Notarzt forderte aufgrund der schweren Verletzungen sofort den Rettungshubschrauber Christoph 12 aus Siblin mit einem weiteren Notarzt an. Nach einer über einstündigen Erstversorgung vor dem Einfamilienhaus wurde das lebensgefährlich verletzte und regelrecht aufgeschlitzte Opfer Uwe W. unter laufender Reanimation zweier Notärzte in die Universitätsklinik nach Lübeck gebracht. Auf dem Weg dahin verstarb er an seine schweren Verletzungen. Ein Polizeibeamter sicherte am Tatort die vermutliche Tatwaffe. Es war ein zehn bis 15 Zentimeter langes blutverschmiertes Küchenmesser. „Ich habe gehörte wie Uwe W. laut um Hilfe geschrieen hatte und sofort die Polizei informiert“ sagte ein Nachbar. Ersten Erkenntnissen zufolge, hatte der Täter das Opfer bereits am Freitag aufgelauert. „Über Hintergründe der Tat ist noch nichts bekannt, sicher ist bislang nur, dass sich die Beteiligten kannten“, sagte Pressesprecher Jan-Hendrik Wulff. Beamte des Zentralen Kriminaldauerdienstes (ZKD) Lübeck führten am Einsatzort sowie am Fluchtwagen erste Ermittlungen durch. Kriminaltechniker der Lübecker Bezirkskriminalinspektion (BKI) haben am Nachmittag Spuren auf dem Grundstück des Verstorbenen gesichert. Das Opfer führte bis zum heutigen Tage einen kleinen Imbisswagen vor einem Discounter (Netto) in der Ratzeburger Bahnhofsallee. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 1 der Lübecker Bezirkskriminalinspektion. Der 38-jährige Ratzeburger Täter wurde noch am Sonnabend vernommen. Die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet. Ob gegen den Täter Haftbefehl erlassen wurde ist noch nicht bekannt.

 

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Übung an Oldesloer Schulen - 29.10.10

(shp) Bad Oldesloe - Eigentlich wollten die Mitglieder des PSV Bad Oldesloe an diesem Freitagabend Tischtennis spielen, wurden aber von dem ohrenbetäubenden Lärm der Brandmeldeanlage der Klaus-Groth Schule in Bad Oldesloe unterbrochen. Gegen 19:40 Uhr befährt das erste Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Oldesloe den menschenleeren Pausenhof, aus dem Schulinneren kommt bereits dichter qualm, Kinder stehen an den Fenstern und schreien um Hilfe.

 

Um im Realeinsatz zielsicher handeln zu können und Menschenleben zu retten werden in unregelmäßigen Abständen an den Oldesloer Schulen verschiedene Szenarien geprobt: In der Schulküche die im Kellerbereich untergebracht ist kam es zu einer Verpuffung. 5 vermisste Kinder galt es zu retten, 2 von ihnen aus dem 2. Stockwerk des Schulgebäudes. „Während sich unter schwerem Atemschutz unsere Trupps auf die Suche nach weiteren Verletzten machten, gingen wir von der anderen Seite heran um die am Fenster stehenden Kinder zu retten“ erklärt Einsatzleiter  Jens Rautenberg, der als Zugführer mit vor Ort war. Eine Rettungswagenbesatzung die durch den ASB Stormarn-Segeberg bereitgestellt wurde, musste 3 Personen mit Rauchgasvergiftung und schweren Verbrennungen behandeln. Nach Abschluss der Übung wurden große Belüftungsgeräte an den Eingangsbereichen aufgestellt um das Foyer vom grauen Rauch zu befreien.

 

Foto: Oliver Renter

 

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