Schwerer LKW-Unfall - 100 Schweine mussten sterben - 06.07.2010

(shp) A24 Talkau - Für die drei betroffenen Insassen der beiden LKW´s waren wohl alle verfügbaren Schutzengel im Einsatz. Für mehr als die Hälfte der 186 Schweine des einen betroffenen 40 Tonners kam allerdings jede Hilfe zu spät – Sie waren sofort Tod.
Fuhlenhagen – Am Montagnachmittag kam es auf der A 24 gegen 17 Uhr zwischen den Anschlussstellen Schwarzenbek / Grande und Talkau zu einem schweren Auffahrunfall an dem zwei LKW beteiligt waren. Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei Talkau kam es zu dem Unfall, weil ein mit 189 beladenen Schweinen polnischer LKW kurz vor Talkau eine Panne an der Bremsanlage hatte und dadurch auf dem Seitenstreifen halten musste. „Der 56-jährige aus Polen stammende Fahrer schicke seinen 25-jährigen Beifahrer unter den LKW um nach der Ursache zu schauen“, sagte ein Polizeibeamter vor Ort. Nur wenige Minuten später krachte plötzlich ein nachfolgender LKW mit 25 Tonnen Weizen als Ladung in das stehende Fahrzeug und schlitze dadurch beide Fahrzeug regelrecht auf. „Der 25-jährige Pole der immer noch unter dem Tiertransporter lag, zog sich dabei nur einige Schürf- und Schnittwunden am Kopf und Armen zu“, erklärte ein Polizeisprecher vor Ort. „Der 56-jährige Fahrer, der zum Unfallzeitpunkt wenige Meter neben dem Lkw stand, bleibt unverletzt. Der 29-jährige LKW Fahrer einer Flensburger Spedition schleuderte nach der Kollision mit seinem Gefährt weiter über die Autobahn und kam es 200 Meter weiter zum stehen. Sieben Tonnen Weizen und diverse Trümmerteile beider LKW verteilten sich dadurch großflächig auf der Autobahn. „Die Polizei wurde sofort mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften zur Unfallstelle geschickt, weil durch den Zusammenstoß neun Schweine aus dem aufgeschlitzten Tiertransporter heraus gefallen waren und völlig geschockt kreuz und quer dem Verkehr aus Hamburg kommend entgegen gelaufen sind“, berichtete ein Polizist. Der LKW des 29-jährigen Flensburger wurde vom Führerhaus bin hin zum Auflieger komplett aufgerissen. „Das auch dieser Fahrer nur eine Prellung davon getragen hat grenzt für mich auch an ein Wunder“, so der Beamte weiter. Nachdem die alarmierten Freiwilligen Feuerwehren aus Talkau, Elmenhorst und Kasseburg mit insgesamt 30 Mann an der Einsatzstelle eintrafen, galt es zunächst die umherlaufenden Tiere einzufangen und darauf zu achten das nicht noch mehr Schweine auf die Fahrbahn geraten. „Hierzu steckten wir mehrere Steckleiter Teile in den aufgeschlitzten Auflieger und sicherten diese mittels Spanngurte“, sagte Wehrführer Michael Wittkamp von der Feuerwehr Elmenhorst. „Ein Schwein mussten die Kameraden der Feuerwehr Kasseburg aus einem angrenzenden Teich retten, nachdem das Tier den Wildschutzzaun durchbrochen hatte und im Wasser landete“, so Michael Wittkamp weiter. Eine alarmierte Amtstierärztin begutachtete alle betroffenen Tiere. „90 Schweine waren durch den Aufprall sofort getötet worden – weitere mussten aufgrund starker Verletzungen vor dem verladen in ein Ersatzfahrzeug zudem getötet werden“. Was viele Einsatzkräfte nicht verstanden hatten war, dass ein hinzugezogener Schlachter erst nach knapp zwei Stunden mit dem Töten der ersten verletzten Schweine begonnen hatte. Parallel zu diesen Arbeiten wurden die übrigen 18 Tonnen Weizen abgepumpt und umgeladen. Nachdem die Feuerwehr die Klappe des Tiertransporters geöffnet hatte, stellten die Einsatzkräfte fest, dass die im dritten Stock stehenden Tiere nicht mehr hydraulisch runter geholt werden konnten. „Aus diesem Grund forderten wir um 22:40 Uhr das Möllner Technische Hilfswerk an, um so mit genügend Material und Menpower eine provisorische Rampe zu bauen“, so Michael Wittkamp. Die A 24 war während der Unfallaufnahme für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Gegen 19.30 Uhr ließ die Autobahnpolizei Talkau den entstandenen Stau zwischen den Anschlussstellen Grande und Talkau sowie in der Gegenrichtung abfließen. Auf den Umleitungsstrecken kam es im abendlichen Berufsverkehr zu langen Staus. Die Vollsperrung der Autobahn 24 zog sich aufgrund der schwierigen Umlade- und Bergungsarbeiten bis weit nach Mitternacht hin. Zur genauen Unfallursache liegen der Polizei derzeit noch keine Erkenntnisse vor.

Fotos: SHP

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Mit der Sonne kommen die Motorradunfälle wieder - 04.07.2010

(shp) Kittlitz - Mit der Sonne kommen auch die Motorradunfälle wieder: Schwerer Verkehrsunfall mit Motorrad am Sonntagnachmittag. Auf der Kreisstraße 1 zwischen Salem und Kittlitz ist eine 29-jährige Motorradfahrerin schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befuhr die Zweiradfahrerin gegen 13:26 Uhr die Kreisstraße 1 von Salem kommend in Richtung Kittlitz. Kurz hinter der Ortschaft Butz verlor die 29-jährige Dargowerin aus noch unbekannten Gründen im Doppelkurvenbereich die Kontrolle über ihr Krad und schleuderte frontal gegen eine dicke Linde. Das Motorrad prallte zurück auf die Straße wobei auch der Tank der Maschine stark beschädigt wurde und auslief. „Der Freund der jungen Frau der nur wenige Meter ebenfalls mit einem Motorrad vorweg fuhr bemerke den Unfall als erstes, weil seine Freundin ihm nicht mehr folgte und alarmierte sofort den Rettungsdienst“, sagte ein Polizeibeamter vor Ort. Nach notärztlicher Erstversorgung durch den Ratzeburger Notarzt sowie einer Möller Rettungswagenbesatzung wurde die Motorradfahrerin mit dem nachgeforderten Rettungshubschrauber Christoph 29 aus Hamburg in die Lübecker Universitätsklinik geflogen. Das Zweirad musste durch ein Mustiner Abschleppunternehmen geborgen werden, am Krad entstand Totalschaden. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an. Die Kreisstraße 1 war während der rettungs- und Bergungsarbeiten für zirka eine Stunde voll gesperrt.

Fotos: SHP

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