Jahreshauptversammlung bei der Ratzeburger Feuerwehr - 09.01.11

Ratzeburg (shp) - Ein sehr arbeitsreiches Jahr liegt hinter den Männern und Frauen der Feuerwehr Ratzeburg. „Zwar waren es nicht unbedingt alles Großeinsätze aber immerhin 27 mehr als 2009“, berichtet Wehrführer Michael Dawert am Samstagabend während der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus. Als Gäste waren unter anderen Bürgervorsteher Ottfried Feußner, Bürgermeister Rainer Voß, zahlreiche Vertreten aller „Blaulichtfraktionen“, Kreiswehrführer Michael Raddatz sowie die Wehrführungen der umliegenden Gemeinden und Städte anwesend. Nach einer Schweigeminute für die beiden im letzten Jahr verstorbenen Kameraden folgten die Grußworte der Gäste. „Ich überbringe die Grüße der Stadt und bedanke mich für ihre ständige Einsatzbereitschaft zum Wohle der Bürger – Wir fühlen uns bei Ihnen gut aufgehoben“, sagte Ottfried Feußner. Mit den Worten „Steig nicht so hoch hinaus und bleib immer auf dem Boden der Tatsachen“, spielte Feußner auf die finanzielle Lage der Stadt und die bevorstehende Ersatzbeschaffung einer Drehleiter an. In diesem Zug übergab Feußner Michael Dawert wie bereits seit drei Jahren in Folge immer ein anderes winziges Modellauto. Kreiswehrführer Michael Raddatz machte in seiner Rede deutlich, dass die Erfordernisse einer Wehr nicht nach Einsätzen sonder allgemein auf guten Stand sein muss. „Egal ob eine Land- oder Stadtwehr die Ausrüstung einer Feuerwehr muss zeitgemäß sein!“. Wehrführer Dawert gab in seinem anschließenden Jahresbericht bekannt, dass die 72 aktiven Mitglieder der Wehr 205 Mal im abgelaufenen Jahr alarmiert worden sind, um in Ratzeburg sowie in den umliegenden Gemeinden Hilfe zu leisten. „Wir rückten zu 121 Technische Hilfeleistungs-, 40 Brand-, 16 Wasserrettungs-einsätzen sowie 28 Auslösungen von Brandmeldeanlagen aus“. „Dabei konnten wir 33 verletzte Personen retten, sechs Mal war der Tod leider schneller“. Weiterhin gab Dawert bekannt, dass dieses Jahr ein neues Logistikfahrzeug mit Ladebordwand im Dienst gestellt wird. „Für diese Anschaffung geht der Gerätewagen Gefahrgut sowie eine VW Pritsche im Ruhestand“. Bis auf den Einsatzleitwagen ist der Fuhrpark der Wehr dann auf guten Stand. Die auch in der Kreisstadt bereits lang ersehnten neuen digitalen Meldeempfänger werden ab Dienstag ausgegeben und endlich in Betrieb genommen. Zum Schluss gab Dawert noch bekannt, dass ein gemeinsamer Übungsturm von THW und Feuerwehr im Innenhof der Wache entstehen wird. Bei den Wahlen wurde Hauke Tonn nach seiner ersten sechsjährigen Amtszeit als stellvertretender Wehrführer im Amt bestätigt und mehrheitlich wiedergewählt. Henry Lucassen ist neuer Kassenprüfer der Wehr.

Fin Hilgert wurde zum Ober- und Jan und Volker Hilgert zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Michael Raddatz beförderte den stellvertretenden Zugführer Hanno Greßmann zum Hauptlöschmeister drei Sterne. Für zehnjährige aktive Feuerwehrzugehörigkeit wurden Jan und Volker Hilgert sowie Sebastian Nimtz geehrt. Weiterhin wurden Michael Brandt für (20 Jahre), Matthias Ahrend, Hauke Tonn, Torsten und Axel Wilhelm für (30 Jahre) geehrt. Bernd Röseler, Armin Barlowski und Hans-Helmut Timmermann erhielten für 40 jährige aktive Mitgliedschaft von Michael Raddatz das Brandschutzehrenzeichen in Gold verliehen. Zum Schluss der Versammlung ehrte Michael Raddatz Wehrführer Dawert mit einer seltenen Auszeichnung vom Deutschen Feuerwehrverband für „hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens“ mit dem Deutschen Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber.



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Frontalkollision nach missglücktem Überhohlmanöver - 07.01.2011

Borstorf - (shp) Ein 92-Jähriger Autofahrer verursachte am Donnerstagmittag einen schweren Verkehrsunfall bei dem insgesamt zwei Personen verletzt worden sind. Der aus Koberg stammende Mann befuhr mit einem alten 200´er Mercedes die L 200 aus Richtig Koberg kommend in Richtung Borstorf. Gegen 12 Uhr wollte der 92-Jährige dann offenbar kurz vor einer Bergkuppe noch einen vor ihm fahrenden Kleinwagen sowie ein Traktor mit Winterdienststreuanhänger überholen. Doch der Überholversuch misslang, weil er hierbei einen entgegenkommenden 60-jährigen Mann aus Trittau mit seinem Mazda Xedos übersah. „In Höhe des Streufahrzeuges kam es dann in Folge zur Frontalkollision der beiden PKW“, berichtet ein Polizeisprecher. „Der Mazda wurde durch die Wucht des Aufpralls nach rechts im Graben geschleudert, der Mercedes touchierte noch zusätzlich mit dem Heck die Zwillingsachse des Winterdienstanhängers und blieb dann quer auf der Fahrbahn stehen“, so der Beamte weiter. Weil ersten Meldungen zufolge beide Autofahrer schwer verletzt in ihren Fahrzeugen eingeklemmt sein sollten, alarmierte die Leitstelle in Bad Oldesloe neben zwei Rettungswagen aus Mölln und Lanken, den Möllner Notarzt, die Freiwillige Feuerwehr Breitenfelde sowie den Rettungshubschrauber Christoph Hansa aus Hamburg. Nachdem die Rettungskräfte vor Ort waren, stellte sich jedoch heraus, dass beide Männer nicht eingeklemmt waren und nur leichte Verletzungen hatten. „Aus diesem Grund war der Hubschrauber nicht mehr erforderlich und konnte den Einsatz abbrechen“, sagte ein Polizist. Nach einer ersten Behandlung vor Ort, wurden beide Männer zur Beobachtung ins Ratzeburger Krankenhaus gebracht. Der Traktor konnte seine Fahrt später fortsetzen – an den beiden Autos entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die L 200 war zunächst voll und später für die Bergungsarbeiten nur noch halbseitig bis zirka 13:15 Uhr gesperrt.

 

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Weihnachtsbaum in Wohnhaus abgebrannt - 06.01.2010

Mözen (am) - Fast zwei Wochen nach Weihnachten wird es Zeit die Tannenbäume aus den Wohnungen zu werfen. Die ausgetrockneten Nadelbäume stellen eine akute Brandgefahr da. Davor warnen immer wieder die Feuerwehrverbände. Diesen gute gemeinten Tipp hätte auch eine Familie aus Mözen (Kreis Segeberg) beachten sollen. Doch der mit Wachskerzen bestückte Tannenbaum ging am späten Mittwochabend im Wintergarten der Familie in Flammen auf.


Gegen 22.50 Uhr meldete ein Nachbar im Mözener Wiesengrund das Feuer. Der Tannenbaum stand im Wintergarten des Einfamilienhauses. Die Freiwillige Feuerwehr Mözen rückte zügig aus und konnte das Feuer rasch löschen. Unterstützt wurde die Wehr von den Feuerwehren aus der Umgebung. „Hier sind etwa sieben Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz“ erklärte Feuerwehrsprecher Daniel Zielke.


Unter Atemschutz gingen die Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung vor. Die stark verqualmte Wohnung wurde mit einem Druckbelüfter vom Rauch befreit. Die Anwohner des Wohnhauses hatten nochmal Glück gehabt das nicht mehr passiert ist. Doch gegenüber der Feuerwehr waren sie sehr ungehalten. Ein Feuerwehrmann kam aufgeregt aus dem Haus und sagte: „Hier muss man sich auch noch anmeckern lassen das wir hier helfen“. Anschließend verschwand dieser hinter seinem Feuerwehrauto. „Das ältere Ehepaar stand sicher unter Schock“ erklärte Feuerwehrsprecher Daniel Zielke. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Der Sachschaden ist zurzeit noch unbekannt.

Fotos: Arne Mundt

 

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