Großfeuer in Siebenbäumen - 04.02.2011

Siebenbäumen (shp) - Ein Großbrand hat am Freitagmittag in Siebenbäumen zehn Feuerwehren im Atem gehalten. Gegen 12:30 Uhr war im Dachstuhl eines alten Bahnhofes an der B 208 ein Feuer ausgebrochen. Die 14 Bewohner konnten sich durch zwei aufmerksame Frauen rechtzeitig selbst ins freie retten.
 
"Schon auf der Anfahrt zum Gerätehaus war die starke Rauchentwicklung sowie Flammen aus dem Dachstuhl zu sehen", erinnert sich Siebenbäumens stellvertretender Wehrführer und Einsatzleiter Dirk Kammer an der Brandstelle. Als die ersten Einsatzkräfte am Einsatzort eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach. Kammer ließ durch die Leitstelle sofort Großalarm auslösen und neun weitere Wehren aus Bliestorf, Grinau, Klinkrade, Sandesneben, Kastorf, Steinhorst, Groß Schenkenberg, sowie die Technische Einsatzleitung des Kreisfeuerwehrverbandes nachalarmieren, um das Feuer in den Griff zu bekommen. Mit mehreren Strahlrohren und von allen Gebäudeseiten wurde der Brand, der im Dachstuhl ausgebrochen war, bekämpft. Unterstützt wurden die Wehrmänner dabei auch von den Freiwilligen Feuerwehren aus Ratzeburg und Bad Oldesloe, die beide mit ihren Drehleitern anrückt waren. „Zwei Frauen aus Mölln, die gerade Vorbeifahren waren, sahen die Flammen aus dem Dach Schlagen“, sagte ein Polizeibeamter vor Ort. Sie klingelten an den Türen und ruften immer wieder „Feuer, alle raus hier!“ Viele Hausbewohner retteten wortwörtlich in letzter Sekunde. Eine riesige schwarze Rauchwolke ließ die Einsatzkräfte schon von weitern erahnen, war für ein Drama sich hier abspielt“, berichtet Kreiswehrführer Michael Raddatz. „Die Flammen schlugen teilweise sogar bis zu 30 Meter in den Himmel“. Wegen der starken Qualmentwicklung konnten die Löscharbeiten zum größten Teil nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Die durch den Ort führende Bundesstraße 208 wurde sofort von fünf Streifenwagenbesatzungen abgesperrt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Zwar gelang es den Einsatzkräften, ein Durchbrennen des Feuers in die im Erdgeschoss befindlichen Wohnungen zu verhindern - doch auch dieser Teil des Gebäudes nahm durch Brandqualm und Löschwasser erheblichen Schaden. Weiterhin wurde ein PKW der in hintern Teil des Hauses untergestellt war, ebenfalls vollständig durch die Flammen zerstört. "Wir müssen hier von einem Totalverlust ausgehen", sagte Kreiswehrführer Michael Raddatz an der der Einsatzstelle. Bis zum Nachmittag dauerten die eigentlichen Löscharbeiten bevor gegen 14:40 Uhr der Leiterstelle „Feuer aus“ gemeldet werden konnte. Anwohner wurden die ganze zeit per Rundfunkmeldungen gebeten, Fenster und Türen zu schließen. „Die 14 Bewohner des Hauses wurden zunächst in unserem Gemeindehaus untergebracht“, erklärt Einsatzleiter Dirk Kammer. Kompliziert war vor allem das Ablöschen der Glutnester, wobei auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz kam. „Zehn Freiwillige Feuerwehren mit 174 Feuerwehrmännern und -frauen waren am Einsatz beteiligt“, sagt Kreisbrandmeister Michael Raddatz. Die Freiwillige Feuerwehr Siebenbäumen blieb noch bis Mitternacht mit einer Brandwache vor Ort. Gegen 22 Uhr musste noch einmal die Bad Oldesloer Drehleiter alarmiert werden, weil der starke Wind das Feuer erneut entfachte. Noch während der Löscharbeiten nahm die Ratzeburger Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Am späten Nachmittag wurden die Giebel sowie einige Einsturzgefährdete Wände des 20 x 30 Meter große Gebäudes mit Hilfe eines Baggers eingerissen. Der Sachschaden wird von der Polizei auf mindestens 300.000 Euro geschätzt.

 

CNZ42022011-170b__1296842456.jpgCNZ42022011-152b__1296842462.jpgCNZ42022011-155b__1296842467.jpgCNZ42022011-156b__1296842476.jpgCNZ42022011-173b__1296842484.jpgCNZ42022011-186b__1296842495.jpgCNZ42022011-219b__1296842503.jpgCNZ42022011-220b__1296842511.jpgCNZ42022011-224b__1296842519.jpgCNZ42022011-237b__1296842525.jpg

Vier Verletzte nach Glatteisunfall - 03.02.2011

Wahlstedt (am) - Tückisches Glatteis führte am Donnerstagabend in Wahlstedt zu einem schweren Verkehrsunfall. Vier Personen wurden teilweise schwer verletzt. Gegen 21.45 Uhr war der Fahrer eines Nissans auf der Fehrenböteler Straße von Wahlstedt nach Fehrenbötel unterwegs. Auf gerader Strecke kam das Fahrzeug wegen der extremen Straßenglätte von der Fahrbahn ab und prallte mit dem Heck gegen einen Baum. Auf dem Hintersitz mussten zwei verletzte Insassen durch die Feuerwehr aus dem Wrack gerettet werden, Fahrer und Beifahrer konnten sich selbstständig befreien. Die Feuerwehr hatte wegen den tiefen Temperaturen Schwierigkeiten die Rettungsmaßnahmen durchzuführen.  „Wir konnten auf dem Weg zur Einsatzstelle wegen dem Glatteis nur sehr langsam Fahren“ so Wahlstedts Wehrführer Jörg Neubauer. An der Einsatzstelle bildete sich eine gefährliche Eisfläche so, dass Rettungskräfte aufpassen mussten um nicht selbst zu verunglücken.

Fotos: Arne Mundt

 

AM03022011-unfallwahlstedt-001__1296796600.jpgAM03022011-unfallwahlstedt-002__1296796609.jpgAM03022011-unfallwahlstedt-003__1296796618.jpgAM03022011-unfallwahlstedt-004__1296796628.jpgAM03022011-unfallwahlstedt-005__1296796637.jpgAM03022011-unfallwahlstedt-006__1296796646.jpgAM03022011-unfallwahlstedt-007__1296796656.jpg

Zehn Tote bei Bahnunglück in Oschersleben - 30.01.2011

Oschersleben (am) - Zehn Insassen eines Regionalexpress wurde am Samstagabend bei einem schweren Bahnunfall getötet. 40 Fahrgäste wurden teilweise schwer verletzt.....

 

Fotos: Arne Mundt

 

AM30012011-bahnunfalloschersleben-004__1296391579.jpgAM30012011-bahnunfalloschersleben-001.JPG__1296391588.jpgAM30012011-bahnunfalloschersleben-002__1296391599.jpgAM30012011-bahnunfalloschersleben-003.JPG__1296391613.jpgAM30012011-bahnunfalloschersleben-005__1296391626.jpgAM30012011-bahnunfalloschersleben-006__1296391640.jpgAM30012011-bahnunfalloschersleben-007__1296391652.jpgAM30012011-bahnunfalloschersleben-008__1296391662.jpg

Login