160 Schafe durch Elbhochwasser ertrunken - 13.11.2010

Hamburg (shp) - Dramatische Rettungsaktionen spielten sich am Freitagabend am Overwerder Hauptdeich ab:
Die Elbe hatte ein umzäuntes Gelände mit Schafen überflutet und forderte von den 260 Schafen aus der Herde zirka 160 Leben.

Personen bemerkten die im Wassertreibenden Schafe und alarmierten sofort die Rettungskräfte. Ersten Angaben zu folge hatte der Schäfer das Grundstück zu einem früheren Zeitpunkt kontrolliert und keinen erhöhten Wasserpegel an der Elbe festgestellt. In Wathosen und mit Bolzenschneidern bestück verschaffte sich die Feuerwehr mehrere Zugänge auf das Gelände. Mit mehreren Schlauchbooten versuchten die Kräfte die Schafe zu retten. Eine sofortige Impfung mit Antibiotika sollte verhindern, dass die überlebenden Schafe am darauf folgenden Tagen an einer Lungenentzündung sterben. Der sinkende Wasserpegel erleichterte nach einiger Zeit die Rettungsaktion mit den Schlauchbooten und Schleifkorbtragen.
Eine „Verletztensammelstelle“ wurde eingerichtet und die unterkühlten Schafe mit Rettungsdecken zum Wärmeerhalt zugedeckt.
Eine Mitarbeiterin des Schäfers zog sich im kalten Wasser eine Unterkühlung zu und musste noch während des Einsatzes von Rettungskräften versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden.

Die ertrunkenen Schafe wurden auf einer nachgeforderten Mulde gesammelt und später dem Schäfer übergeben. Nach  über 4,5 Stunden war der Einsatz beendet. Der Overwerder Hauptdeich war im Bereich des Oortkaten See für die Zeit der Rettungs- und Aufräumarbeiten komplett gesperrt.

Fotos: Christian Timmann

 

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67-jähriger im Schaalsee ertrunken - 23.08.2010

(shp) Dargow - Bei einem tragischen Bootsunfall auf dem Schaalsee ist am Sonntagabend ein 67-jähriger Bad Schwartauer tödlich verunglückt. Zwei weitere Mitfahrer zählen derzeit noch als vermisst. Die drei Männer waren nach jetzigem mit ihrem roten Angelboot auf dem Schaalsee unterwegs, haben einige Bier getrunken und genossen das schöne Wetter. „Was dann geschah ist bislang völlig ungewiss. Fest steht definitiv nur, das wir bislang eine ertrunkene Person gefunden haben“, so ein Polizeisprecher. Zeugen die ebenfalls mit einem Ruderboot unterwegs waren, hatte gegen 19 Uhr ein herrenloses Anglerboot mit laufendem Motor im Schilfgürtel entdeckt und es mit an Land gezogen. Auf ihren Weg dahin entdeckten sie dann einen bereits leblosen Mann im Wasser treiben. Die durch die Zeugen verständigte Rettungswagenbesatzung sowie der Ratzeburger Notarzt begannen nach ihrem Eintreffen sofort mit der Reanimation des 76-jährigen. „Trotz intensivster Bemühungen konnte der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen. „Nachdem die Beamten vor Ort mehrere Zeugen befragt hatten, stellte sich heraus, dass viele unabhängige Personen insgesamt drei Personen in dem roten Boot zuvor gesehen hatten“, berichtete ein Polizist. Die Integrierte Regionalleitstelle in Bad Oldesloe alarmierte daraufhin ein Großaufgebot an Rettungskräften. Insgesamt 140 ehrenamtliche Helfer von Feuerwehr, DLRG, THW, Polizei sowie die Rettungshubschrauberbesatzung Christoph 29 aus Siblin starteten daraufhin eine mehrstündige Suchaktion bis spät in die Nacht. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Salem, Dargow und Ratzeburg, sowie die DLRG aus Ratzburg, Groß Sarau, Büchen, Mölln und Zarrenthin suchten bis zur völligen Erschöpfung - Leider völlig erfolglos. „Neben mehreren Tauch- und Suchtrupps haben wir insgesamt sechs Bootsbesatzungen von Feuerwehr und DLRG im Einsatz“, erklärte Taucheinsatzleiter Florian Nehls. „Zusätzlich suchten wir von Rettungshubschrauber Christoph 29 aus mit der Wärmebildkamera und auf dem Wasser von einem Boot aus mit speziell ausgebildeten Wasserortungshunden aus dem Kreis Ostholstein nach den Vermissten“, so Florian Nehls weiter. Die drei Wasserortungshunde, die ertrunkene Personen unter Wasser riechen können, haben unabhängig voneinander mehrmals angeschlagen doch sofort eingesetzte Taucher haben nichts entdeckt. „Das kann daran liegen, weil im Schaalsee eine gewisse Strömung vor Ort ist, die die Suche sehr erschwert“, so ein Polizeisprecher. Um die Einsatzstelle genügend auszuleuchten, wurde das Ratzeburger THW hinzu alarmiert. Die Kriminalpolizei nahm noch am Abend die ersten Ermittlungen auf und sorgte dafür, dass das rote Anglerboot aus dem Wasser gezogen wurde und zur weiteren Untersuchung der KriPo in Ratzeburg zugeführt wurde. Die Wasserschutz- sowie die Kriminalpolizei ermittelt nun in alle Richtungen und nimmt zunächst weitere Zeugenaussagen auf. „Ob der ertrunkene 67-jährige Bad Schwartauer möglicherweise unter Alkoholeinfluss stand, müsse noch geprüft werden“, so eine Sprecherin. Die Ehefrau des verstorbenen musste vor Ort durch einen Seelsorger betreut werden. Am Montagmittag wurde die Suche ab 11Uhr durch Polizeitaucher aus Eutin fortgesetzt. Die Unfallursache sowie wer die beiden anderen Personen waren ist derzeit noch völlig unklar.

 

Fotos: SHP

 

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Taucher suchen in Tangstedt und Schlagsdorf  - 13.07.2010

(shp) Schlagsdorf/Tangstedt - Am späten Dienstagabend war die Badestelle „Costa Kiesa“ in Tangstedt noch gut besucht. Mehrere hundert Badegäste entspannen auf dem Badestrand und im kühlen Nass. Auch Rafi Kazim aus Hamburg war mit seinen Freunden an der belieben Badestelle im Tangstedter Ortsteil Wilstedt. Plötzlich sahen er und seine Freunde eine Hand im Wasser die abtauchte. Doch es tauchte niemand wieder auf. Rafi und seine Freunde sprangen ins Wasser und versuchten die Person zu retten. Doch sie konnten nichts finden. Ein Badegast unterstütze die Jungs mit einer Taucherbrille. Doch auch damit konnte nichts gefunden werden. „Wir riefen dann die Feuerwehr“ erklärt Rafi Kazim. Nach wenigen Minuten trafen die ersten Einsatzkräfte am Einsatzort ein. Rettungstaucher der DLRG aus Norderstedt und Kaltenkirchen wurden angefordert um beim Suchen zu Helfen. Weitere Taucher aus Hamburg wurden per Rettungshubschrauber zum Einsatzort geflogen.
Sofort nach dem Eintreffen begannen die Taucher mit dem Absuchen des Sees. „Der Baggersee ist im Bereich der Badestelle bis zu acht Meter tief“ erklärte Feuerwehreinsatzleiter Olaf Krause. Die Feuerwehrkräfte leuchteten die Einsatzstelle aus. Doch im Dunkel hat die Suche keinen Sinn mehr. Nach mehreren Stunden wurde die Suche abgebrochen. Ein Zwischenfall beschäftigte während des Einsatzes die Polizei: Ein Mann ließ es sich nicht nehmen in dem Baggersee zwischen den Tauchern ein kühlendes Bad zu nehmen. Nach der Aufforderung der Polizei das Wasser sofort zu verlassen versuchte der Mann an einer anderen Stelle ins Wasser zu gehen. Doch im Dunkel übersah er einen Stacheldrahtzaun und stürzte. Dabei zog er sich schwere Verletzungen an dem Armen, Beinen und am Kopf zu. Bereits vor vier Wochen wurde auf dem Baggersee eine großangelegte Suchaktion losgetreten. Auch damals wurde ein Badegast vermisst, tauchte aber später wieder gesund in Norderstedt auf.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften von Feuerwehr ,DLRG und Polizei haben am Mittwochnachmittag stundenlang den Mechower See zwischen den Ortschaften Wittingsbek und Schagbrügge nach einem vermutlich ertrunkenen Kind abgesucht. Ein Zeuge hatte zuvor gegen 12:20 Uhr am Strand ein paar herrenlose Kinderschuhe entdeckt und sofort die Feuerwehr informiert. Die Rettungsleitstelle in Schwerin alarmierte darauf hin die Feuerwehren Schlagsdorf und Groß Molzahn sowie eine Schönberger Rettungswagenbesatzung. „Weil die Lage zunächst äußert unklar war, alarmierten wir zusätzlich um 12:56 Uhr den Wasserrettungszug der Feuerwehr Ratzeburg und die Ratzeburger DLRG Taucher aus dem benachbarten Kreis Herzogtum Lauenburg sowie die Tauchergruppe der DLRG Zarrentin“, sagte Einsatzleiter Volker Urban. Um nähere Hinweise zu bekommen, wo die Spur des Kindes lang gehr, suchte ein Personensuchhand der Polizei die Badestelle ab. Zudem suchten mehrere Einsatztaucher weiträumig die Badestelle an der Landesstraße 01 ab – jedoch ebenfalls erfolglos. Auch zwei Bootsbesatzungen der Feuerwehr wurden nicht fündig. Gegen 15:10 Uhr wurde die Suche zunächst abgebrochen. „Weil nach Rücksprache mit der Polizeistation kein Kind als vermisst gemeldet wurde, wird die Kriminalpolizei zunächst die weiteren Ermittlungen übernehmen“, so ein Polizeisprecher.

Fotos: Arne Mundt/SHP

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