Lagerhalle ausgebrannt, angrenzende Gebäude gerettet - 02.01.2012

Hamburg (ct) - 14:26 Uhr war es, als die ersten Anrufe in der Leitstelle der Feuerwehr Hamburg eingingen. Anrufer berichteten über eine Rauchentwicklung aus einer Lagerhalle des Unternehmens „H.D. Cotterell GmbH & Co.“ in der Nartenstraße. Nur kurze Zeit später traf der erste Löschzug ein und erhöhte die Einsatzstufe auf „Feuer 2“. Über zwei Drehleitern mehreren Wasserwerfern und C- Schläuche versuchten die Einsatzkräfte das Feuer in der Mitte der Lagerhalle zu löschen. Gleichzeitig verschafften sich die Feuerwehrleute über Türen an der Stirnwand des Gebäudes einen Zugang ins Innere. Nach nicht ganz einer Stunde brach das Feuer mittig durchs Hallendach durch, die Rauchsäule wurde schwarz und war bereits über mehrere Kilometer Entfernung zu sehen. Erneut wurde die Einsatzstufe auf „Feuer 4“ erhöht und zusätzliche Löschzüge und Freiwillige Feuerwehren nachalarmiert. Aufgrund der sich entwickelnden Hitze und Flammen die mehrere Meter hoch schlugen, musste die Drehleitern und einige Löschfahrzeuge umgestellt werden. Auf der nahe gelegenen Wilhelmsburger Reichstraße (A253) und der Autobahn A1 staute sich der Verkehr, weil Schaulustige Autofahrer die Rauchwolke bzw. die Einsatzstelle von der A253 sahen. Das Feuer breitete sich in der 30x 100 Metern großen mit „Kautschuk“ und Öl Fässern gefüllten Lagerhalle weiter aus. Durch Gasflaschen von Gas betriebenen Gabelstaplern kam es immer wieder zu Explosionen und umherfliegenden Trümmerteilen, die das Löschen für die Einsatzkräfte zusätzlich gefährlicher machten. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab, nachdem eine zerborstene Gasflasche rund einhundert Meter entfernt in einer Seitenstraße auf dem Gehweg einschlug. Um das benötigte Kräfteaufgebot zu bekommen, erhöhte die Einsatzleitung noch einmal auf „Feuer 6“, die Leitstelle fragte gleichzeitig bei den Werkfeuerwehren in der Umgebung nach Unterstützung. Zusätzlich waren zwei Löschboote unterwegs. „Wir kommen wegen der großen Hitze gar nicht an das Feuer ran“, so der Pressesprecher Martin Schneider. Am Abend stand es dann fest: „Die Halle ist nicht mehr zu retten. Wir versuch jedoch alles, um die angrenzenden Gebäude zu schützen.“ Erklärte Martin Schneider weiter. Die Werkfeuerwehr Holborn rückte mit einem Wasserwerfer mit einer Durchflussmenge von 16.000 L/min an. Mit Erfolg konnte ein zweistöckiges Gebäude das nur wenige Meter von der in vollbrand stehenden Lagerhalle befindet geschützt werden. Mit über 200 Einsatzkräften war die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk vor Ort. Über 36 Freiwillige Feuerwehren, 6 Berufsfeuerwehren und diverse Führungsdienste waren am Einsatz beteiligt. Immer wieder wurden noch Dienstag Kräfte zum Ablösen für die Nachlöscharbeiten alarmiert.

 

Fotos: Christian Timmann

 

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