LKW Kontrolle auf der A24 mit erschreckenden Ergebnis - 24.03.11

Gudow (shp) - Erneut hat die Polizei in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) sowie dem Zoll auf der A 24 mehrere LKW und Kleintransporter kontrolliert. Die Beanstandungsquote am Ende der Kontrolle war leider auch diesmal mit über 50 Prozent sehr hoch und erschreckend zugleich. Die 13 Beamten des Polizei – Autobahn - und Bezirksrevier Ratzeburg (PABR) postierten sich diesmal auf dem A 24 Rastplatz Gudow in Fahrtrichtung Hamburg. „BAG und Zoll waren an der Kontrolle beteiligt, arbeiteten jedoch in eigener Zuständigkeit“, berichtete Polizeioberkommissar und Einsatzleiter Kristian Käding. Gemeinsam mit seinen Kollegen kontrollierten die Beamten in der Zeit vom 9 bis 13 Uhr insgesamt 47 LKW´s. „Das wirklich traurige daran ist 29 der 47 Brummis wurden beanstandet“, berichtet Einsatzleiter Kristian Käding. Die Mängelliste ging von 21 Verstößen wegen nicht eingehaltener Lenk- und Ruhezeit über sechs Fahrzeuge mit zum Teil gravierenden technischen Defekten (drei Mal Bremsanlage, zwei Mal Reifen und ein Mal sonstiges) bis hin zu drei Fahrzeugüberladungen. Bei insgesamt zehn Fahrzeugen war die Ladung zum Teil gar nicht oder nur ungenügend gesichert. Was die Polizisten auch dieses Mal wieder erstaunte, war mit welcher Unvernunft einige Fahrzeugführer unterwegs waren. Einem Beamten viel bei der Kontrolle eines Transporter auf, dass die über 1,5 Tonnen schwere mitgeführte Ladung komplett ungesichert im Laderaum stand. „Bei einem Brems- oder Ausweichmanöver hätte dieses fatale Folgen gehabt“, sagte der Beamte. Für den Fahrer war die Weiterfahrt natürlich sofort beendet. „Bevor die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert ist, wird der Fahrer den Parkplatz hier nicht verlassen“, so der Beamte weiter. Bei einem LKW trauten dann gleich mehrere Polizisten ihren Augen nicht. Der 50-jährige Polnische Fahrer war mit seinem 40 Tonner auf dem Weg von Tschechien nach Rendsburg. Als die Beamten den schon sichtbar unförmigen LKW kontrollierten, viel ihn Wortwörtlich fast die Ladung entgegen. „Die Ladung die aus 24 Tonnen Schnittholz (Brettern) bestand war so ungenügend gesichert, was zur Folge hatte das ein großer Teil der Ladung bereits nach links verrutscht war und nur noch durch die Plane des Aufliegers gehalten wurde“, berichtet Einsatzleiter Kristian Käding. „Spätestens an der nächsten Autobahnausfahrt wäre dieses Gespann mit großer Wahrscheinlichkeit umgekippt“, so Käding weiter. „Aufgrund der fehlenden Antirutschmatten und der Ladungshöhe wären in diesem Fall 80 Spanngurte nötig gewesen um die Ladung hier richtig zu sichern“. Auch diesem LKW Fahrer wurde die Weiterfahrt verboten. Erst wenn die Ladung wieder in einem einwandfreien Zustand ist geht hier die Tour weiter. Der Pole musste als Bußgeld eine Sicherheitsleistung in Höhe vom 75 Euro bezahlen. Für Einsatzleiter Kristian Käding ist nach diese Kontrolle eines ganz klar: „Auch heute haben wir wieder gesehen, dass zunehmender Wettbewerbs- und Termindruck bei den Speditionen dazu führen, dass Fahrer und Unternehmen es mit der Sicherheit nicht allzu genau nehmen und auch die vorgeschriebenen Ruhezeiten für die Fahrer nicht eingehalten werden“. Das bedeutet für Käding und seine Kollegen ihren hohen Kontrolldruck beizubehalten.

Foto: Christian Nimtz

CNZ03242011-210b__1301261866.jpg

CNZ03242011-202b__1301261850.jpg



















CNZ03242011-064b__1301261886.jpg










CNZ03242011-093b__1301261897.jpg











CNZ03242011-045b__1301261908.jpg

Unfall auf der A24 - zwei Verletzte - 20.03.2011

A24 Schwarzenbek (shp) - Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 24 wurden am Samstagabend zwei Personen verletzt. Aus noch ungeklärter Ursache kam gegen 21.40 Uhr zwischen den Anschlussstellen Schwarzenbek/Grande und Talkau ein mit zwei Personen besetzter Fiat Scudo von der Fahrbahn ab. Anschließend blieb der Wagen auf der Seite liegen. "Eine Person erlitt mittelschwere Verletzungen, eine weitere wurde leicht verletzt", berichtet eine Polizeibeamtin am Unfallort. Drei Fahrzeuge der Feuerwehr aus Schwarzenbek, eine Rettungswagenbesatzung, sowie ein Notarzt rückten an. Sie kümmerten sich um die Verletzten, und räumten die Unfallstelle auf. Per Rettungswagen wurden die Verletzten in ein Krankenhaus gebracht. Während der Einsatzdauer wurde ein Fahrstreifen gesperrt, der Verkehr halbseitig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.
Zu Verkehrsbehinderungen kam es nicht. Am Fiat entstand einen Totalschaden.

 

110319_Unfall_A24_09__1300640366.jpg110319_Unfall_A24_01__1300640374.jpg110319_Unfall_A24_02__1300640382.jpg110319_Unfall_A24_03__1300640390.jpg110319_Unfall_A24_04__1300640396.jpg110319_Unfall_A24_05__1300640402.jpg110319_Unfall_A24_06__1300640407.jpg110319_Unfall_A24_07__1300640415.jpg110319_Unfall_A24_08__1300640423.jpg110319_Unfall_A24_10__1300640433.jpg

Der Fall der Fälle: Wenn Krümmel Probleme macht - 18.03.2011

Kreis Stormarn (am) - Die aktuellen Geschehnisse in Japan, sie sorgen auch hier für Diskussionsstoff zum Thema Reaktorsicherheit. Doch wie ist der Kreis Stormarn bei einem größeren Störfall für den Fall der Fälle gerüstet. Das Atomkraftwerk Krümmel reicht mit seinen Sicherheitsradien bis in den Süden des Kreises Stormarn hinein. Andreas Rehberg, Leiter des Fachdienstes Recht und Gefahrenabwehr im Kreis Stormarn, ist davon überzeugt das Stormarn gut gerüstet ist für einen Notfall in Krümmel: „Wir sind im Vergleich zu anderen Kreisen sehr gut ausgestattet“ erklärt er. Die Städte Glinde und Reinbek, sowie die Gemeinde Trittau und die umliegenden Ortschaften sind direkt im 25 Kilometer Radius um das Kraftwerk an der Elbe. „Im Falle einer Evakuierung in dem Bereich würde der Katastrophenschutz eine Notfallstation im Süden aufbauen“ so Rehberg. „Es kommt jedoch darauf an wie die Windsituation ist“ so der Fachdienstleiter. Im letzten Herbst übte der Stormarner Katastrophenschutz die Durchführung einer Notfallstation in Trittau. „Es kann auch sein das solch eine Station in Großhansdorf oder Bad Oldesloe aufgebaut wird, es kommt immer auf die Situation an. “ sagt Andreas Rehberg.


Wenn es zu einem Unfall in dem AKW Krümmel kommt, dann sind die Kräfte von Claus Havemann gefordert. Der Zugführer des Löschzug-Gefahrgut ist mit seinen Leuten immer dann gefordert, wenn Gefahrstoffe im Spiel sind. „Im Falle eines Austrittes von radioaktiven Stoffen bauen wir die Notfallstation auf“ erklärt Havemann. In dieser Notfallstation werden dann Anwohner aus dem Evakuierungsbereich durch die Fachmänner des LZG nach Radiologischen Stoffen untersucht. „Ist eine der Personen kontaminiert, dann wird sie vor Ort geduscht und anschließend nachkontrolliert“ so Havemann. Aufgabe des Löschzug-Gefahrgut, kurz LZG, ist es die Station aufzubauen und zu leiten. „Wenn die Station steht unterstützen wir die Gefahrgutzüge im Herzogtum-Lauenburg, die Notfallstation betreiben dann andere Gefahrgutzüge“ erklärt Claus Havemann. Der lauenburger LZG leitet im Fall der Fälle eine lokale Messzentrale in Elmenhorst bei Schwarzenbek. Von dort aus Fahren dann die Feuerwehren mit speziellen Messfahrzeuge durch den Kreis um die Strahlung festzustellen und um Proben zu nehmen. Die Daten, die von den Einsatzkräften vor Ort gesammelt werden, werden anschließend zum Amt für Katastrophenschutz nach Kiel gegeben. Dort werden die Daten ausgeweitet und weitere Entscheidungen getroffen.


Um für solche umfangreichen Messeinsätze gerüstet zu sein, die auch über mehrere Tage oder Wochen dauern können, ist eine teure und empfindliche Messtechnik erforderlich. „Wir sind mit sehr guter Technik ausgestattet“ sagt Claus Havemann. Mit modernster Computertechnik ist es zum Beispiel möglich noch während der Messfahrt die Daten zu übertragen.


Neben den Feuerwehren werden im Störfall auch Kräfte der SEG (Schnell-Einsatzgruppe) im Einsatz sein. „Unsere Aufgabe ist es Verletzte und nicht gehfähige  Patienten zu versorgen und zu transportieren“ erzählt Christian Brand  vom Arbeiter-Samariter-Bund. Die Kräfte der SEG sind zum größten Teil mit einer ABC-Ausbildung auf die Gefahren vorbereitet.  

 

 

Foto: Arne Mundt

AM17032011-lzgstormarn-001__1300394544.jpgAM17032011-lzgstormarn-002__1300394557.jpgAM17032011-lzgstormarn-003__1300394579.jpg

Login