Der Fall der Fälle: Wenn Krümmel Probleme macht - 18.03.2011

Kreis Stormarn (am) - Die aktuellen Geschehnisse in Japan, sie sorgen auch hier für Diskussionsstoff zum Thema Reaktorsicherheit. Doch wie ist der Kreis Stormarn bei einem größeren Störfall für den Fall der Fälle gerüstet. Das Atomkraftwerk Krümmel reicht mit seinen Sicherheitsradien bis in den Süden des Kreises Stormarn hinein. Andreas Rehberg, Leiter des Fachdienstes Recht und Gefahrenabwehr im Kreis Stormarn, ist davon überzeugt das Stormarn gut gerüstet ist für einen Notfall in Krümmel: „Wir sind im Vergleich zu anderen Kreisen sehr gut ausgestattet“ erklärt er. Die Städte Glinde und Reinbek, sowie die Gemeinde Trittau und die umliegenden Ortschaften sind direkt im 25 Kilometer Radius um das Kraftwerk an der Elbe. „Im Falle einer Evakuierung in dem Bereich würde der Katastrophenschutz eine Notfallstation im Süden aufbauen“ so Rehberg. „Es kommt jedoch darauf an wie die Windsituation ist“ so der Fachdienstleiter. Im letzten Herbst übte der Stormarner Katastrophenschutz die Durchführung einer Notfallstation in Trittau. „Es kann auch sein das solch eine Station in Großhansdorf oder Bad Oldesloe aufgebaut wird, es kommt immer auf die Situation an. “ sagt Andreas Rehberg.


Wenn es zu einem Unfall in dem AKW Krümmel kommt, dann sind die Kräfte von Claus Havemann gefordert. Der Zugführer des Löschzug-Gefahrgut ist mit seinen Leuten immer dann gefordert, wenn Gefahrstoffe im Spiel sind. „Im Falle eines Austrittes von radioaktiven Stoffen bauen wir die Notfallstation auf“ erklärt Havemann. In dieser Notfallstation werden dann Anwohner aus dem Evakuierungsbereich durch die Fachmänner des LZG nach Radiologischen Stoffen untersucht. „Ist eine der Personen kontaminiert, dann wird sie vor Ort geduscht und anschließend nachkontrolliert“ so Havemann. Aufgabe des Löschzug-Gefahrgut, kurz LZG, ist es die Station aufzubauen und zu leiten. „Wenn die Station steht unterstützen wir die Gefahrgutzüge im Herzogtum-Lauenburg, die Notfallstation betreiben dann andere Gefahrgutzüge“ erklärt Claus Havemann. Der lauenburger LZG leitet im Fall der Fälle eine lokale Messzentrale in Elmenhorst bei Schwarzenbek. Von dort aus Fahren dann die Feuerwehren mit speziellen Messfahrzeuge durch den Kreis um die Strahlung festzustellen und um Proben zu nehmen. Die Daten, die von den Einsatzkräften vor Ort gesammelt werden, werden anschließend zum Amt für Katastrophenschutz nach Kiel gegeben. Dort werden die Daten ausgeweitet und weitere Entscheidungen getroffen.


Um für solche umfangreichen Messeinsätze gerüstet zu sein, die auch über mehrere Tage oder Wochen dauern können, ist eine teure und empfindliche Messtechnik erforderlich. „Wir sind mit sehr guter Technik ausgestattet“ sagt Claus Havemann. Mit modernster Computertechnik ist es zum Beispiel möglich noch während der Messfahrt die Daten zu übertragen.


Neben den Feuerwehren werden im Störfall auch Kräfte der SEG (Schnell-Einsatzgruppe) im Einsatz sein. „Unsere Aufgabe ist es Verletzte und nicht gehfähige  Patienten zu versorgen und zu transportieren“ erzählt Christian Brand  vom Arbeiter-Samariter-Bund. Die Kräfte der SEG sind zum größten Teil mit einer ABC-Ausbildung auf die Gefahren vorbereitet.  

 

 

Foto: Arne Mundt

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Panorama-Bild für den guten Zweck - 04.01.2011

Hamburg (News & Art) - Bezirksamtsleiter Krupp erhält erstes Foto der limitierten Sonderedition Bergedorfer Schloß

150 Stück der besonderen Panorama-Bilder sind für Bergedorf-Fans erhältlich.
Pro Foto gehen 25 Euro als Spende an den Verein der Museumsfreunde.

Bergedorf. – Die Nummer 1 der limitierten Panorama-Bilder hängt nun im Rathaus. Der Bergedorfer Fotograf Carsten Neff hat das Fotokunstwerk am Dienstag-Mittag an Bezirksamtleiter Dr. Christoph Krupp übergeben: „Die Bergedorfer sollten ihr Schloß nicht nur im Herzen tragen, sondern ihr wunderschönes Wahrzeichen auch gerne stolz zeigen“, sagte Carsten Neff bei der Übergabe im Amtszimmer des Bezirksamtschefs: „Sicher findet sich  auch im Rathaus ein Stückchen freie Wandfläche.“  Zu dem Bild übergab Neff  das signierte Echtheitszertifikat mit der Nummer 1/150 des veredelten Fotoabzugs.

Bei der Übergabe mit dabei war Christa Timmermann, Vorsitzende des Bergedorfer Bürgervereins und Schatzmeisterin des Vereins der Museumsfreunde im Schloß. „Um die Schließung des Museums zu verhindern, reicht nicht stiller Protest“, mahnte sie. Hierfür brauche Bergedorf eine ebenso engagierte und breite Bewegung, wie es sie es für den Erhalt des Altonaer Museums gegeben habe. „Die Spendenaktion mit der Sonderedition verknüpft eine nachhaltige Werbung für das Schloß mit konkreter finanzieller Unterstützung des Musumsvereins“, freut sich die Schatzmeisterin: „Wir freuen uns auf die Spende, aber vor allem über die Öffentlichkeit, die so eine Aktion schafft.“ Wenn sich die komplette Auflage von 150 Stück verkaufen sollte, kann Fotograf Carsten Neff im Frühjahr 3.750 Euro an den Museumsverein übergeben.

Auch Bezirksamtschef Christoph Krupp lobte die Spendenaktion. „Ich werde mich nach einem geeigneten Platz im Rathaus für dieses wunderschöne Bild unseres Schlosses umsehen“, sagte Krupp. Der Erhalt des Museums müsse zu einem der bestimmenden Themen bei der Wahl am 20. Februar werden: „Alle Parteien sind aufgefordert, im Wahlkampf ihre Konzepte für das Schloß und Museum vorzulegen.“

Das 90 x 30 Zentimeter große Panoramabild des Bergedorfer Schlosses im tiefen Schnee wird in Galeriequalität produziert und ist fertig zum Aufhängen auf Aluminium aufgezogen und hinter Acryl kaschiert. Es kostet 189 Euro (inklusive 25 Euro Spende) und ist online unter www.bergedorf-fotos.de bestellbar und auch  im Museumsshop im Bergedorfer Schloß erhältlich.

 

Fotos: Christian Timmann

 

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SHP wünscht einen guten Rutsch!

Bad Oldesloe (SHP) - Mit einem wunderschönen Farbenspiel versinkt am Ortsrand der Kreisstadt die Sonne zum letzten mal im Jahr 2010. Nicht nur wir hatten dieses Jahr viel um die Ohren, deutschlandweit war es ein sehr erfolgreiches Jahr:

 

Für viele nur als "Der Graf" bekannt hat sich eine Undergroundband in den Vordergrund der Medien gestellt. "Unheilig" schafften es in diesem Jahr sich mit "Gebohren um zu leben" in die Herzen der Deutschen Musikfans zu singen und haben sich mit ihrer Musik fest in den Plattenläden etabliert. Das ganze Land fest zusammengeschweißt, kilometerlange Partymeilen in den Großstädten beim Fußballauftakt unserer Nationalelf. Mit dem dritten Platz genoßen sie unter dem verdienten Lob von Joachim Löw ihren Platz auf dem Siegertreppchen. Nach insgesamt 64 Spielen in Südafrika konnte Thomas Müller als Torschützenkönig bestimmt werden. 

Auch die jüngere Generation hat zu diesem Jahr ihren Teil beigetragen, wie ein 13 jähriger Jugendfeuerwehrmann aus Bonn. Als Urlaubsgast auf der Promiinsel Sylt, spielte er als Zeuge in einem Brandstiftungsprozess eine wichtige Rolle: Ein 46 Jahre alter Taxifahrer hatte auf der Insel mehrere Feuer gelegt und hielt Polizei und Inselbewohner auf Trab.

 

Wir für unseren Teil verabschieden uns bei unseren Lesern für das Jahr 2010 und wünschen Ihnen und ihrer Familie einen guten Rutsch, sowie ein glückliches 2011.

 

Foto: Oliver Renter

 

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