67-jähriger im Schaalsee ertrunken - 23.08.2010

(shp) Dargow - Bei einem tragischen Bootsunfall auf dem Schaalsee ist am Sonntagabend ein 67-jähriger Bad Schwartauer tödlich verunglückt. Zwei weitere Mitfahrer zählen derzeit noch als vermisst. Die drei Männer waren nach jetzigem mit ihrem roten Angelboot auf dem Schaalsee unterwegs, haben einige Bier getrunken und genossen das schöne Wetter. „Was dann geschah ist bislang völlig ungewiss. Fest steht definitiv nur, das wir bislang eine ertrunkene Person gefunden haben“, so ein Polizeisprecher. Zeugen die ebenfalls mit einem Ruderboot unterwegs waren, hatte gegen 19 Uhr ein herrenloses Anglerboot mit laufendem Motor im Schilfgürtel entdeckt und es mit an Land gezogen. Auf ihren Weg dahin entdeckten sie dann einen bereits leblosen Mann im Wasser treiben. Die durch die Zeugen verständigte Rettungswagenbesatzung sowie der Ratzeburger Notarzt begannen nach ihrem Eintreffen sofort mit der Reanimation des 76-jährigen. „Trotz intensivster Bemühungen konnte der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen. „Nachdem die Beamten vor Ort mehrere Zeugen befragt hatten, stellte sich heraus, dass viele unabhängige Personen insgesamt drei Personen in dem roten Boot zuvor gesehen hatten“, berichtete ein Polizist. Die Integrierte Regionalleitstelle in Bad Oldesloe alarmierte daraufhin ein Großaufgebot an Rettungskräften. Insgesamt 140 ehrenamtliche Helfer von Feuerwehr, DLRG, THW, Polizei sowie die Rettungshubschrauberbesatzung Christoph 29 aus Siblin starteten daraufhin eine mehrstündige Suchaktion bis spät in die Nacht. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Salem, Dargow und Ratzeburg, sowie die DLRG aus Ratzburg, Groß Sarau, Büchen, Mölln und Zarrenthin suchten bis zur völligen Erschöpfung - Leider völlig erfolglos. „Neben mehreren Tauch- und Suchtrupps haben wir insgesamt sechs Bootsbesatzungen von Feuerwehr und DLRG im Einsatz“, erklärte Taucheinsatzleiter Florian Nehls. „Zusätzlich suchten wir von Rettungshubschrauber Christoph 29 aus mit der Wärmebildkamera und auf dem Wasser von einem Boot aus mit speziell ausgebildeten Wasserortungshunden aus dem Kreis Ostholstein nach den Vermissten“, so Florian Nehls weiter. Die drei Wasserortungshunde, die ertrunkene Personen unter Wasser riechen können, haben unabhängig voneinander mehrmals angeschlagen doch sofort eingesetzte Taucher haben nichts entdeckt. „Das kann daran liegen, weil im Schaalsee eine gewisse Strömung vor Ort ist, die die Suche sehr erschwert“, so ein Polizeisprecher. Um die Einsatzstelle genügend auszuleuchten, wurde das Ratzeburger THW hinzu alarmiert. Die Kriminalpolizei nahm noch am Abend die ersten Ermittlungen auf und sorgte dafür, dass das rote Anglerboot aus dem Wasser gezogen wurde und zur weiteren Untersuchung der KriPo in Ratzeburg zugeführt wurde. Die Wasserschutz- sowie die Kriminalpolizei ermittelt nun in alle Richtungen und nimmt zunächst weitere Zeugenaussagen auf. „Ob der ertrunkene 67-jährige Bad Schwartauer möglicherweise unter Alkoholeinfluss stand, müsse noch geprüft werden“, so eine Sprecherin. Die Ehefrau des verstorbenen musste vor Ort durch einen Seelsorger betreut werden. Am Montagmittag wurde die Suche ab 11Uhr durch Polizeitaucher aus Eutin fortgesetzt. Die Unfallursache sowie wer die beiden anderen Personen waren ist derzeit noch völlig unklar.

 

Fotos: SHP

 

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Schwerer Kradunfall in Behlendorf - 22.08.2010

(shp) Behlendorf - Bei einem fürchterlichen Verkehrsunfall ist am Samstagabend gegen 21:05 Uhr in der Ortschaft Behlendorf ein Mensch getötet worden. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der 46-jährige aus Hammer stammende Biker, auf der Herrenstraße aus Berkenthin kommend in Richtung Lankau unterwegs, als der Harley Fahrer plötzlich in der Ortsmitte ein am rechten Fahrbahnrand abgestellten Ford Ka übersah und diesen noch rechtseitig touchierte. „Weil der Biker den Ford vermutlich viel zu spät erkannt hat, blieb der 46-jährige Harley Fahrer mit seiner linken Fußraste in linken Hinterrad des Ford stecken“, sagte ein Polizeibeamter. Dadurch stürzte der Motorradfahrer, schleuderte mit seiner schweren Maschine mehrere Meter weit über den Asphalt und prallte mit dem Kopf voran gegen den Bordstein. „Sein vorweg fahrender Kumpel bemerke den Unfall als erstes, drehte sofort um und verständigte die Retter“, so der Beamte weiter. Ersthelfer und Unfallzeugen kämpften um das Leben des 46-jährigen – jedoch vergeblich. „Es war ein fürchterlicher Anblick, ich bin sofort rausgerannt um zu Helfen aber als ich den stark blutenden Mann sah war ich wie gelähmt “, sagte eine Anwohnerin. Trotz 40 minütiger Bemühungen und Reanimation des Ratzeburger Notarzt sowie einer Rettungswagenbesatzung, blieb dem Notarzt nur die traurige Aufgabe, den Tod des Opfers festzustellen. Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Behlendorf kümmerte sich neben der Straßensperrung um das abstreuen ausgelaufener Betriebsstoffe. Während der Rettung- und Bergungsarbeiten musste die Ortsdurchfahrt Behlendorf für eineinhalb Stunden voll gesperrt werden.

 

Fotos: SHP

 

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Drescher und Flächenbrände im Herzogtum - 22.08.2010

(shp) Groß Disnack/Marienstedt - Gleich zwei Mähdrescherbrände sowie einen dadurch entstandenen Flächenbrand mussten die Feuerwehrleute am Wochenende im Kreis Herzogtum Lauenburg bekämpfen. Ein Mähdrescher von einem aus Marienstadt stammenden Landwirt brannte bereits am Freitagabend gegen 22 Uhr auf einem Feld in der Nähe der kleinen Ortschaft und löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. „Vermutlich aufgrund eines technischen Defekts habe der Mähdrescher Feuer gefangen“, berichtete die Polizei in Ratzeburg. Die Flammen haben sich rasend schnell auf die gesamte Maschine des 74-jährigen Landwirtes ausgebreitet. Die Leitstelle in Bad Oldesloe löste daraufhin für die sieben Freiwilligen Feuerwehren aus Hakendorf, Klein Zecher, Hollenbek, Groß Zecher, Seedorf, Gudow und Sterley sowie für die Technische Einsatzleitung und die Kreisbereitschaft der Kreisfeuerwehrzentrale Großalarm aus. „Als wir eintrafen brannte der Mähdrescher bereits in voller Ausdehnung“, berichtete der stellvertretende Amtswehrführer Jens Timm. Unter schweren Atemschutz bekämpften die Wehrmänner den Brand zunächst mit Wasser und später mit Schaum. Unterstützung erhielt die Feuerwehr von einem Bauern, der mit seinem Traktor eine Schneise durch das erst zu Hälfte abgedroschene Weizenfeld riss, um den Brand so einzudämmen. „Weiterhin war der aus Groß Zecher angeforderter Wasserwagen mit seinen 6.000 Litern Wasser eine große Hilfe bei den anstehenden Löscharbeiten“, so Jens Timm weiter. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf mindestens 150.000 Euro. Am frühen Sonnabendnachmittag brannte dann bereits der nächste Mähdrescher auf einen Feld in der Nähe von Groß Disnack. Zwar konnte hier der Landwirt mit der Hilfe von zwei Feuerlöschern den Brand selbst noch unter Kontrolle bringen, jedoch nicht mehr den sich immer schneller ausbreitenden Flächenbrand verhindern. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Groß Disnack, Pogeez und Groß Sarau hatten durch den böigen Wind alle Hände voll zu tun. „Der Wind fachte das Feuer so stark an, dass wir gerade noch rechtzeitig ein nicht weit entferntes Reetdachhaus sowie einen angrenzendes noch nicht abgeernteten Weizenfeld vor den Flammen schützen konnten“, sagte Wehrführer Jens Mundt. Mit mehreren Strahlrohren sowie Feuerpatschen gelange es den 25 Feuerwehrleuten schließlich den Brand einzudämmen und abzulöschen. Insgesamt verbrannte bei diesem Brand zirka ein Hektar Stoppelacker. Wie hoch der entstandene Sachschaden am Mähdrescher ist, konnte die Polizei am Sonntag noch nicht sagen. „Weil die Landwirte zurzeit das trockene Wetter bis auf die letzte Minute ausnutzen, laufen die Maschinen teilweise mehrere Stunden ununterbrochen. Dies zieht dann in den meisten Fällen eine Überhitzung von Lagern oder Hydraulikleitungen mit sich, die dann die Brände auslösen“, erklärte ein Polizeisprecher.

 

Fotos: SHP

 

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