DLRG warnt vor dem Betreten der Eisflächen - 04.01.2011

Ratzeburg (shp) - Die derzeitigen Wintertemperaturen locken so manchen Neugierigen auf zugefrorene Teiche, Flüsse und Gewässer. Doch der Ausflug aufs Eis kann lebensgefährlich sein - darauf weist die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hin. „Wintersportler sollten sich beim zuständigen Amt über den Zustand des Eises vor dem Betreten unbedingt erkundigen“, sagte Timo Finke, stellvertretender Technischer Leiter. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, aufklären.  „Vorbeugend hat die Stadt Ratzeburg auch dieses Jahr wieder fünf "Eisrettungsgeräte" aufgebaut“, sagte Pressesprecher der Stadt Ratzeburg Mark Sauer. „Finden tut man zwei von ihnen am Königsdamm jeweils eins auf jeder Seite, ein Mal am Kleinbahndamm zwischen Aqua Siwa und Waldesruher Weg, ein Mal im Kurpark in Höhe der Pumpstation sowie am Lüneburger Damm an der dortigen Surferwiese bzw. Hundestrand. Die immer aus drei Teilen bestehenden hölzernen Rettungsmitteln, sind rot weiß gestrichenen und zum herausziehen einer Person sowie im Notfall zur besseren Gewichtsverteilung auf dem Eis geeignet. Erschreckenderweise werden die Eisleitern immer wieder beschädigt oder für andere Zwecke missbraucht. Was die leichtsinnigen Diebe oft nicht wissen: „Es handelt sich dabei um Vergehen, die als Straftat geahndet werden kann“, sagte ein Polizeisprecher. Die Rettungsmittel müssen unbedingt an den Aufstellorten bleiben, denn sie können Leben retten. Weil es trotz aller Vorsicht aber zu einem ungewollten Notfall kommen kann, übte die DLRG Ortsgruppe Ratzeburg nun den Ernstfall. „Auch wir nehmen das Eis auf den Seen als Anlass, unsere Wasserretter auf den neuesten Stand der Technik zu bringen“, sagte Timo Finke. Angenommen wurde eine im Eis eingebrochene Person auf dem Küchensee. Nach der Sicherung der Einsatzstelle wurde unmittelbar ein Taucher an Leinen gesichert auf das Eis geschickt, um die Person zu retten. Neben den verschiedenen Rettungsmitteln wurden auch verschiedenste Techniken erprobt. „Es ist im Ernstfall unerlässlich sofort einen Notruf abzusetzen, denn der Faktor Zeit ist das Wichtigste“, erklärt Timo Finke. Außerdem sollte man immer seine eigene Sicherheit im Auge behalten und der eingebrochenen Person in erster Linie Hilfsmittel zu werfen. Am Ende des Übungstages waren sich alle einig, dass Übungen unter diesen extremen Bedingungen notwendig sind und man gut gerüstet für die „Eissaison“ ist.


Folgende Sicherheitshinweise sollte jeder, der sich aufs Eis wagt unbedingt beachten:

1. Gehe nicht in den ersten kalten Tagen aufs Eis!

2. Achte auf Warnungen im Radio oder in der Zeitung!

3. Nie aufs Eis gehen, wenn man Alleine oder niemand in der Nähe ist!

4. Wenn das Eis knistert oder knackt, muss es sofort verlassen werden! Hierfür unbedingt flach auf das Eis legen, um das Gewicht zu verteilen und sich in Bauchlage zum Ufer begeben und zwar in die Richtung, aus der man gekommen ist. Ruckartige Bewegungen vermeiden.

5. Ist man eingebrochen, laut um Hilfe rufen und sich am Eisrand festhalten. Anschließend versuchen, mit den Füßen, die gegenüberliegende Eiskante zu erreichen, um sich auf die Eisfläche zu drücken und in Bauchlage zum Ufer rutschen. Ist dies nicht möglich, kann man versuchen, mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer freizuschlagen.

6. Hat man das Ufer erreicht, sucht man sofort einen beheizten Raum auf und begibt sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung.

 

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Rettungsübung im Kieswerk - 10.10.2010

Wittenborn/Högersdorf (shp) Erstaunte Gesichter bei den Besuchern des Campingplatzes „Weißer Brunnen“ in Wittenborn, als am frühen Sonntagmorgen Blaulichter die Sonnenstrahlen kreuzten: Vom als Bereitstellungsraum angesetzten Treff für  jung und alt ging es in Kollonenfahrt in die Bauschutt Deponie Högersdorf, in der eine gut angesetzte Übung des Arbeiter-Samariter-Bund RV Stormarn-Segeberg die Rettungskräfte auf trab hielt: Nach Wartungsarbeiten an Maschinen zündeten Gase durch und verletzten durch die Verpuffung 7 Menschen.

Unter der Aufsicht vom organisatorischen Leiter Rettungsdienst kurz „OrgL RD“,
Fred Giera, befassten sich 16 Einsatzkräfte intensiv mit der medizinischen Versorgung der
Verletzten, die sich gut versteckt auf dem riesigen Gelände verteilt haben. Die zum größten Teil aus Schnell-Einsatz-Gruppen und Sanitätsdienstgruppen stammenden Helfer suchten mit Hilfe der Rettungshundestaffel des ASB Bad Segeberg das unwegsame Gelände ab. Da 5 der Personen lebensgefährliche Verletzungen erlitten, kamen 2 Rettungswagen besetzt durch Helfer aus Bad Oldesloe und Pinneberg-Steinburg zum Einsatz, damit die Patienten in ein Behandlungszelt gebracht werden konnten, in dem die weitere medizinische Versorgung stattfand.

„Durch den schnellen Einsatz von Hunden konnten wir viel Zeit gewinnen“ erklärt Hundeführer Volker Gädicke. „Besonders in Trümmern ist es uns eine große Hilfe, die feine Hundenase irrt sich nie“ so Gädicke weiter. Auch Fred Giera und Ausbilderin Claudia Ehmsen sind vom Ablauf der Übung begeistert: „Das Zusammenspiel der einzelnen Gruppen lief hervorragend, die Versorgung der Patienten einwandfrei, was uns in unserer Ausbildung der Einsatzkräfte bestätigt“.

Nach Einrücken auf dem Campingplatz fand eine intensive Nachbesprechung statt,
zur Stärkung servierte der 3. Betreuungszug aus Bad Segeberg frische Gulaschsuppe.

 

Fotos: Oliver Renter

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Sparkasse Holstein unterstützt die DLRG Stormarn - 25.09.2010

Trittau (shp) - Die Sparkasse Holstein hat die Arbeit der Rettungshundestaffel der DLRG Stormarn e.V. jetzt mit einem Scheck über 1.000 Euro unterstützt. „Die ehrenamtlichen Retter haben in den letzten 5 Jahren in über 100 Einsätzen gezeigt, dass sie für die Suche nach vermissten Personen in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn gut gerüstet und jederzeit einsatzbereit sind“, sagte der 1. Vorsitzende Knut Harder. „Die Rettungshunde der DLRG Stormarn werden aber nicht nur in der Flächen- und Trümmersuche ausgebildet und eingesetzt, sondern erlernen auch die Wasserortung. Rettungshunde haben Menschen nachgewiesenermaßen schon bei Wassertiefen bis 37 Meter geortet“, so Knut Harder weiter. Für eine konsequente Ausbildung fehlte der DLRG bisher aber ein passendes Boot. Die Fa. Lorsby aus Winsen (Aller) hat ein Boot nach den Erfordernissen der Wasserretter gebaut. Die Sparkasse Holstein hat dieses Projekt als Sponsor finanziell unterstützt. Die Filialleiterin der Sparkasse Holstein in Trittau Sabine Ast konnte am Donnerstagnachmittag den Scheck in Höhe von 1.000 Euro an den Vorsitzenden der DLRG Stormarn Knut Harder übergeben. „Durch die großzügige Unterstützung der Sparkasse Holstein können wir unsere Rettungshunde in dem speziellen Bereich der Wasserortung nun bis zur Einsatzfähigkeit ausbilden und damit die Arbeit der übrigen Wasserretter unterstützen“ sagte Harder. Das Boot wiegt nur 120 kg und ist in jedem Gewässer einsetzbar. Es verfügt über eine Tragkraft von über 400 kg und einen leistungsfähigen Elektromotor. „So können wir als DLRG dieses Boot nicht nur für die Wasserortung mit den Hunden einsetzen, sondern auch für andere Wasserrettungseinsätze verwenden“. Ein großer Vorteil: Dieses Boot lässt sich an jedes Gewässer tragen. Mit unseren größeren Booten mussten wir immer die Möglichkeit haben, an den Gewässerrand heranfahren zu können.“ Das Boot kann somit z. B. auch in Regenrückhaltebecken oder bei der Eisrettung eingesetzt werden.
Sabine Ast wünschte den Wasserrettern jederzeit eine Handbreit Wasser unterm Kiel und viel Erfolg bei der Ausbildung und den Einsätzen.

 

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