Gasgeruch - Mühlencenter gesperrt - 25.08.2011

Glinde (ct) - 

Die Besatzung eines Streifenwagens bemerkte am späten Donnerstagabend einen komischen Geruch und meldete es der Einsatzzentrale. „Weil es in letzter Zeit vermehrt zu Sachbeschädigungen gekommen war, wollten wir das Mühlencenter kontrollieren“, so ein Polizeisprecher vor Ort. Die Leitstelle Süd alarmierte daraufhin die Freiwillige Feuerwehr Glinde mit dem Einsatzstichwort „Gasgeruch“. „An der Einsatzstelle angekommen konnten wir den Geruch am Eingang schon intensiv wahrnehmen. Wir ließen den Löschzug Gefahrgut sowie Eon Hanse für Messungen im Gebäude anrücken“, so der Einsatzleiter Boris Krause. Durch die hohe Konzentration des Gases konnte die Garage des erst im November 2010 eröffneten Mühlencenter nur mit Atemschutzgeräten betreten werden. Eon Hanse kontrollierte die Gasanschlüsse und konnte Entwarnung geben, um austretendes Gas würde es sich hier nicht Handeln. Der in der Zwischenzeit eingetroffene Löschzug-Gefahrgut des Kreises Stormarn bereitete für die Messungen alles vor. „In der Garage wurden einige Pfeiler freigelegt und instandgesetzt weil diese Wasser aufgesaugt haben. In laufe dieser Arbeiten wurde eine Chemikalie eingesetzt, die nun ausgast.“ So erzählte der Einsatzleiter weiter. Die Messeergebnisse eines Trupps unter Atemschutz wurden währenddessen nach Hamburg zur Umwelt und Technikwache der Berufsfeuerwehr gebracht. Dort konnte man anhand spezieller Messgeräte die Zusammensetzung des Stoffes herausfinden. Über die Hauseigene Entlüftungsanlage versuchte die Feuerwehr die Garage zu entlüften. Als diese jedoch nicht Funktionieren wollte und das Belüften mit mehreren Druckbelüftern nicht den gewünschten Erfolg erbrachte, musste das Mühlencenter abgesperrt und für den weiteren Betrieb komplett geschlossen werden. Wenn die Lüftungsanlage wieder Funktionsfähig ist, soll nun ein Gutachter vorbei kommen und das Einkaufscenter wieder in Betrieb nehmen.

 

Erst am 24.07.2011 war die Freiwillige Feuerwehr Glinde mit dem Löschzug Gefahrgut über mehrere Stunden nur ein Gebäude weiter beschäftigt. Auch hier wurden die Einsatzkräfte mit dem Einsatzstichwort „Gasgeruch“ alarmiert, konnten jedoch nach einiger Zeit nichts mehr Feststellen.

 

Fotos: Christian Timmann

 

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Feuerwehr und Rettungsdienst proben den MANV - 25.08.2011

Barsbüttel (ren) - Keine 24 Stunden nachdem es am Mittwoch auf der Autobahn 1 bei Reinfeld und Ahrensburg zu schweren Verkehrsunfällen mit mehreren Personen gekommen ist, setzten Feuerwehr und Rettungsdienst eine Großübung an. Gemeinsam mit dem Rettungsdienstverbund Stormarn sowie den ehrenamtlichen Helfern vom ASB RV Stormarn-Segeberg wurde ein Unfallszenario nachgestellt, bei dem 2 PKW verunglückt sind und es 5 Menschen zu retten galt. Als die Feuerwehren aus Barsbüttel und Stemwarde um 20.10 am Unfallort eintreffen, spiegelt sich ein Bild wieder, was man nur aus dem Fernsehen kennt: Ein Auto steht völlig demoliert mit zwei Personen am Straßenrand, ein weiteres liegt auf der Seite. Menschen schreien, auf der Straße liegen überall Trümmerteile verstreut. Nur mit Hilfe von schwerem hydraulischen Rettungsgerät ließen sich die Insassen aus den verformten Autos befreien. „Die Einsätze bei denen es um Technische Hilfe geht, steigen jährlich an.“ , erklärt Einsatzleiter Joachim Stanisch und schaut auf seine Männer, die bei einem der verunfallten PKW das Dach abtrennen. „Besonders bei Einsätzen auf der Autobahn haben wir es ganz oft mit mehreren Verletzten zu tun.“ ergänzt er. Unter den 5 Patienten die vom Rettungsdienst versorgt wurden, erlitten 2 von ihnen lebensbedrohliche Verletzungen an der Wirbelsäule sowie am Brustkorb. „Weil sie nicht angeschnallt waren, wurden sie durch den Aufprall durch den Fahrerraum geschleudert und durchstießen die Windschutzscheibe.“, erklärt Mario Genske, der an diesem Tag Rufbereitschaft als Organisatorischer Leiter für den Rettungsdienst hat.

 

Bei Verkehrsunfällen mit mehr als 3 Personen wird von einem MANV gesprochen (Massenanfall von Verletzten) wo automatisch durch die Leitstelle weitere Kräfte wie eine Schnell-Einsatz-Gruppe hinzugezogen werden können, die den Rettungsdienst bei Auslastung unterstützt. Wie realistisch das Szenario dargestellt wurde, sah man an unbeteiligten Passanten die sich aufgeregt haben, dass bei einem solchen Unfall keine Polizei an der Einsatzstelle sei. Bei der intensiven Nachbesprechung wurde vor allem die gute Kommunikation zwischen den Feuerwehrmännern und dem „weißen Personal“ gelobt. Nach 2 Stunden konnten die Übung mit positiver Bilanz beendet werden.

 

 

Foto: Oliver Renter

 

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Fahrzeug rast auf Autobahnparkplatz in LKW - 24.08.2011

A1 Ahrensburg (am)  - „Es hat nur einmal laut geknallt und dann stand das Fahrzeug in einem Lkw“ - so beschrieb ein Lkw-Fahrer die Situation nach einem Unfall auf der A1 bei Ahrensburg. Am Mittwochnachmittag war der 36-jährige Fahrer einer sächsischen Spedition auf der A1 von Osnabrück aus in Richtung Rostock unterwegs.  Geladen hatte er 25,9 Tonnen Getränke. „Ich hörte von dem Stau hinter Reinfeld und entschloss mich den Parkplatz Ohlendiek anzusteuern“ so der Trucker. Es dauerte nicht lange, da knallte es plötzlich laut. Ein roter Audi A4 war in den Anhänger des 40-Tonners gerast.

 

„Das Fahrzeug muss etwa 100 Stundenkilometer drauf gehabt haben“ so ein Polizeibeamter. Der 63-jährige aus München wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Während des Unfalls, stand gerade eine Polizeistreife aus Hamburg auf dem Parkplatz. Das Fahrzeug raste mit überhöhter Geschwindigkeit über den Parkplatz und knallte über mehrere Findlinge und landete schließlich in dem Auflieger des Lkw`s. Welche Kräfte bei dem Unfall gewirkt haben müssen, zeigte wie weit einer der tonnenschweren Findlinge geschleudert wurde. Nach rund 30 Metern weiter kam der riesige Stein zum liegen und verfehlte nur Knapp eine Sitzbank, auf der normalerweise Reisende ihre Pause machen.

 

Auch Fahrzeugteile wie Reifen und Glassplitter schleuderten mehrere Meter weit über den Platz. Da die erste Meldung lautete das der Fahrer in dem Fahrzeug eingeklemmt sein soll, wurde zur Sicherheit die Feuerwehr aus Stapelfeld mitalarmiert. Neben einem Notarzt war auch ein Rettungswagen im Einsatz, der den verletzten Mann ins Krankenhaus brachte.

 

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